
Mein Hund zieht den Maulkorb aus!
Ursachen, Lösungen und warum ein Kehlriemen so wichtig ist.
Wenn dein Hund ständig versucht, seinen Maulkorb abzustreifen, bist du nicht allein. Viele Hundehalter kennen dieses Problem – und oft liegt es nicht am Hund, sondern am Sitz und der Befestigung des Maulkorbs. Ein entscheidendes, aber häufig unterschätztes Detail ist dabei der Kehlriemen.
In diesem Artikel erfährst du, warum Hunde den Maulkorb ausziehen, wie du das Training richtig aufbaust und weshalb ein Kehlriemen den Unterschied zwischen „Maulkorb bleibt dran“ und „Maulkorb fliegt runter“ machen kann.
Warum zieht dein Hund den Maulkorb aus?
Wenn dein Hund den Maulkorb loswerden will, gibt es meist klare Gründe:
- Der Maulkorb sitzt zu locker oder falsch: Hunde lernen schnell, wie sie ihn mit einer Pfote nach vorne abstreifen können – besonders, wenn kein Kehlriemen vorhanden ist.
- Der Hund ist nicht richtig an den Maulkorb gewöhnt: Er empfindet ihn als Fremdkörper und will ihn einfach loswerden.
- Er verbindet den Maulkorb mit Stress: Wenn er ihn nur beim Tierarzt oder in unangenehmen Situationen trägt, reagiert er mit Abwehr.
Warum ist dabei der Kehlriemen so wichtig?
Viele Hunde schaffen es, Maulkörbe ohne Kehlriemen einfach vom Kopf zu ziehen – vor allem, wenn sie sich schütteln oder mit der Pfote an der Schnauze kratzen. Ein Kehlriemen (auch Unterriemen oder Sicherheitsriemen) verläuft unter dem Hals des Hundes, vom Maulkorb bis hinter die Ohren. Er sorgt dafür, dass der Maulkorb nicht nach vorne rutschen oder abgestreift werden kann.
Vorteile eines Kehlriemens:
- Verhindert, dass der Hund den Maulkorb über die Nase abstreift
- Bietet zusätzliche Sicherheit in stressigen Situationen (z. B. Tierarzt, Bus, fremde Hunde)
- Sorgt für stabilen Sitz, auch bei Bewegung oder Hecheln
- Besonders wichtig bei kurzschnäuzigen Rassen oder schlanken Köpfen (z. B. Whippet, Collie, Labrador)
Was tun wenn der Hund am Maulkorb kratzt?
Viele Hunde versuchen beim ersten Tragen, den Maulkorb mit den Pfoten abzustreifen oder mit dem Kopf daran zu reiben. Das ist völlig normal – schließlich fühlt sich das neue Zubehör anfangs ungewohnt an.
Anstatt sofort einzugreifen oder „Nein“ zu sagen, hilft oft ein einfacher Trick: Bewegung!
Geh mit deinem Hund ein paar Schritte spazieren, oder lenke ihn mit langsamen Laufen oder leichtem Joggen ab. Durch die Bewegung kann er Stress abbauen und konzentriert sich automatisch auf dich und die Umgebung – nicht mehr auf den Maulkorb.
Der Bonus: Beim Laufen siehst du sofort, ob der Maulkorb richtig sitzt, wackelt oder irgendwo drückt. So kombinierst du Training, Stressabbau und Passformkontrolle in einem Schritt.

Schnauz-Check:
Kehlriemen
Wenn dein Hund versucht, den Maulkorb auszuziehen, liegt das meist am Sitz oder fehlender Sicherung.
Ein gut angepasster Maulkorb mit Kehlriemen, kombiniert mit Bewegung und Geduld, sorgt dafür, dass dein Hund ihn bald ganz selbstverständlich trägt – sicher, bequem und stressfrei.
